Wann ist Strom am günstigsten?

ALLPOWERSDE

Die Strompreise sind längst nicht mehr so einfach wie ein einheitlicher Tarif für den ganzen Tag.

In den USA und vielen anderen Ländern setzen Energieversorger zunehmend auf zeitabhängige Stromtarife.

Aber wann ist Strom tatsächlich am günstigsten?

Kurz gesagt:

Strom ist in der Regel spät abends, früh morgens und teilweise auch am Wochenende am günstigsten, da die Belastung des Stromnetzes geringer ist. Die höchsten Preise entstehen meist am späten Nachmittag und Abend, wenn viele Menschen nach Hause kommen und gleichzeitig Haushaltsgeräte, Heizung, Klimaanlagen und Elektronik nutzen.

Warum sich die Strompreise im Laufe des Tages ändern

Die Stromnachfrage steigt und fällt ständig.

Während der Hauptverbrauchszeiten müssen Energieversorger mehr Strom erzeugen, um die Nachfrage zu decken. Dafür werden häufig teurere Energiequellen genutzt.

In ruhigeren Zeiten wird das Stromnetz weniger belastet, wodurch Strom günstiger produziert und verteilt werden kann.

Dieses Modell wird häufig als zeitabhängige Stromtarife oder TOU-Tarife („Time-of-Use“) bezeichnet. Viele Energieanbieter in den USA und anderen Ländern haben solche Modelle eingeführt, um Verbraucher dazu zu motivieren, Strom in Zeiten niedriger Nachfrage zu nutzen.

Die höchste Nachfrage entsteht typischerweise dann, wenn Menschen von der Arbeit oder Schule nach Hause kommen. Klimaanlagen, Backöfen, Fernseher, Waschmaschinen und Beleuchtung laufen in diesen Stunden oft gleichzeitig.

Daher klassifizieren Energieversorger diesen Zeitraum als „Spitzenzeiten“, die normalerweise mit den höchsten Strompreisen verbunden sind.

Im Gegensatz dazu sinkt der Stromverbrauch nachts deutlich. Weniger Haushalte verbrauchen große Mengen Energie, wodurch günstigere Niedrigtarife angeboten werden können.

Da Strompreise immer flexibler werden, achten viele Haushalte inzwischen stärker darauf, wann sie Strom verbrauchen – und nicht nur darauf, wie viel sie verbrauchen.

Dadurch wächst auch das Interesse an Notstrombatterien und tragbaren Powerstations, die Strom speichern können, um ihn später während teurer Spitzenzeiten zu nutzen.

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Wann ist Strom normalerweise am günstigsten?

In den meisten Regionen ist Strom während der Nachtstunden am günstigsten.

Typische Niedrigtarifzeiten liegen zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens oder allgemein zwischen spätem Abend und frühem Morgen. Einige Energieanbieter behandeln auch Wochenenden und Feiertage als Nebenzeiten.

Auch wenn die genauen Zeiten je nach Anbieter und Region unterschiedlich sind, zeigen sich bei vielen Versorgern ähnliche Muster:

Die Nachtstunden sind meist am günstigsten

Späte Abend- und frühe Morgenstunden weisen normalerweise die niedrigste Stromnachfrage auf. Viele Anbieter definieren diese Zeiten als Nebenzeiten oder sogar als „Super-Nebenzeiten“.

Einige Versorger bieten beispielsweise günstigere Tarife von Mitternacht bis 6 Uhr morgens an, während andere diese Zeiträume bis in die frühen Morgenstunden ausweiten.

Deshalb programmieren viele Menschen energieintensive Geräte wie Geschirrspüler, Waschmaschinen oder Elektroauto-Ladegeräte so, dass sie nachts laufen.

Wochenenden bieten oft günstigere Tarife

Einige Stromanbieter klassifizieren Wochenenden vollständig als Nebenzeiten, da die Nachfrage aus Gewerbe und Industrie sinkt.

Zwar verbrauchen Privathaushalte weiterhin Strom, doch die Gesamtbelastung des Netzes ist häufig geringer als an Werktagen.

Dadurch werden Samstag und Sonntag oft zu idealen Zeiten für energieintensive Haushaltsaufgaben.

Warum ist Strom nachts günstiger?

Strom wird nachts günstiger, weil die gesamte Energienachfrage deutlich sinkt.

Weniger Unternehmen sind aktiv, und die meisten Haushalte reduzieren ihren Stromverbrauch während des Schlafens.

Stromnetze sind darauf ausgelegt, Spitzenlasten zu bewältigen, doch die Bereitstellung dieser Kapazitäten ist teuer. Deshalb versuchen Energieversorger, Verbraucher dazu zu bewegen, ihren Stromverbrauch außerhalb der Spitzenzeiten zu verlagern.

Interessanterweise produzieren manche Energiequellen auch nachts weiterhin Strom, selbst wenn die Nachfrage niedrig ist.

Kernkraftwerke laufen beispielsweise oft rund um die Uhr, da eine Leistungsreduzierung kompliziert und ineffizient ist. Auch die Windenergieproduktion bleibt in bestimmten Regionen nachts häufig hoch.

Wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt, haben Energieversorger einen größeren Anreiz, vergünstigte Tarife für Nachtstunden anzubieten.

Ist Strom nachts überall günstiger?

Strom ist nachts nicht automatisch für jeden günstiger. Die Einsparungen hängen vom jeweiligen Tarifmodell des Energieanbieters ab.

Einige Kunden nutzen weiterhin Festpreistarife, bei denen der Strompreis rund um die Uhr gleich bleibt.

In solchen Fällen senkt die Nutzung von Geräten in der Nacht die Kosten nicht direkt, kann jedoch dennoch helfen, das Stromnetz zu entlasten.

Zeitabhängige Tarife werden jedoch in den USA immer verbreiteter, da Energieversorger ihre Systeme modernisieren und smarte Stromzähler installieren.

Viele Anbieter motivieren ihre Kunden inzwischen dazu, den stündlichen Stromverbrauch über Apps oder Online-Dashboards zu überwachen.

Warum Strompreise regional unterschiedlich sind

Die Strompreise unterscheiden sich stark je nach Region. Bundesstaaten mit einem hohen Anteil erneuerbarer Energien weisen oft andere Preisstrukturen auf als Regionen, die stärker von fossilen Brennstoffen abhängig sind.

Kalifornien erlebt beispielsweise häufig hohe Abendspitzenpreise, da die Solarstromproduktion bei Sonnenuntergang sinkt, während die Nachfrage der Haushalte weiterhin hoch bleibt.

In nördlichen Bundesstaaten mit kaltem Klima können Heizsysteme im Winter wiederum zu ganz anderen Tarifzeiten führen.

Auch die lokale Infrastruktur spielt eine wichtige Rolle. Regionen mit veralteten Stromnetzen oder begrenzter Erzeugungskapazität erleben häufig stärkere Spitzenpreise.

Gebiete mit reichlich Wasser- oder Kernenergie verfügen dagegen teilweise über stabilere Strompreise.

Auch gesetzliche Regelungen beeinflussen die Tarifstrukturen. Manche Anbieter verlangen eine aktive Anmeldung zu TOU-Tarifen, während andere Haushalte mit Smart Metern automatisch einschreiben.

Wie saisonale Veränderungen die Strompreise beeinflussen

Die Stromnachfrage verändert sich im Laufe des Jahres erheblich. Daher verwenden einige Energieversorger je nach Jahreszeit unterschiedliche Spitzenzeiten.

Im Sommer treten die Spitzenzeiten häufig am späten Nachmittag auf, da die Nutzung von Klimaanlagen stark zunimmt.

Im Winter beobachten manche Anbieter Verbrauchsspitzen am Morgen und Abend, wenn Haushalte vor und nach der Arbeit heizen.

Das bedeutet, dass die günstigste Zeit für den Stromverbrauch im Juli nicht unbedingt dieselbe ist wie im Januar.

Kunden mit TOU-Tarifen sollten die saisonalen Zeitpläne sorgfältig prüfen, um möglichst viel zu sparen.

Fazit

Strom ist in der Regel dann am günstigsten, wenn die Belastung des Stromnetzes am niedrigsten ist – besonders spät abends, früh morgens und teilweise am Wochenende.

Die höchsten Strompreise entstehen meist am späten Nachmittag und Abend, wenn Haushalte den meisten Strom verbrauchen.

Indem Verbraucher den Zeitpunkt ihres Stromverbrauchs anpassen statt nur den Verbrauch selbst zu reduzieren, können viele Haushalte ihre Energieeffizienz verbessern und ihre monatlichen Stromkosten senken, ohne ihren Lebensstil grundlegend zu verändern.