Generatoren – egal ob bei einem plötzlichen Stromausfall oder beim Wochenend-Camping – sind echte Lebensretter, wenn das Licht ausgeht.
Doch sie bringen einen sehr realen Haken mit sich: die Platzierung. Man kann sie nicht einfach neben die Hintertür stellen und hoffen, dass schon alles gut geht.
Sie können laut sein, Kohlenmonoxid ausstoßen und – ganz ehrlich – extrem gefährlich werden, wenn sie zu nah am Haus betrieben werden.
Wie weit sollte ein Generator also tatsächlich vom Haus entfernt stehen, um alle sicher zu halten?
Kurzfassung:
Die meisten Sicherheitsbehörden empfehlen, einen benzin- oder dieselbetriebenen Generator mindestens 20 Fuß (ca. 6 Meter) vom Haus entfernt aufzustellen, mit dem Auspuff weg von Türen, Fenstern und Lüftungsöffnungen; mehr Abstand ist oft besser. Viele Menschen entscheiden sich heute für batteriebasierte Stromquellen, um diese Probleme ganz zu vermeiden.
Die Gefahr von Kohlenmonoxid
Das Heimtückische an Generatoren ist ihr Auspuff.
Kohlenmonoxid ist farb- und geruchlos und kann innerhalb weniger Minuten tödlich werden, wenn es sich ansammelt.
Deshalb ist es absolut tabu, einen Generator in der Garage, im Keller oder sogar zu nah an einem offenen Fenster zu betreiben.
Die Logik ist einfach: Je weiter die Abgasquelle entfernt ist, desto geringer ist das Risiko, dass CO in den Wohnraum gelangt.
Stell dir Rauch von einem Lagerfeuer vor. Stehst du zu nah, hustest du, deine Augen tränen und du hoffst auf eine Winddrehung.
Gehst du ein paar Dutzend Meter zurück, ist der Rauch plötzlich nur noch ein harmloser, leichter Schleier.
Dasselbe gilt für Generatoren – man muss ihnen einfach genug Raum geben.
Deshalb predigen Feuerwehr und Sicherheitsexperten regelrecht, verbrennungsmotorbetriebene Generatoren weit weg von Wohnräumen aufzustellen.
20 Fuß sind die gängige Empfehlung, manche Behörden raten sogar zu 25 bis 30 Fuß, besonders bei Vordächern oder Terrassen.
Warum 20 Fuß zum Standard wurden
Man hört ständig die Zahl 20 Fuß, und sie ist nicht zufällig gewählt.
Sie basiert darauf, wie sich Kohlenmonoxid in freier Luft verteilt und wie schnell es in Gebäude eindringen kann.
Moderne Häuser sind besser abgedichtet, was für Heizung und Kühlung großartig ist, aber problematisch, wenn CO eindringt.
Unterdruck durch Badezimmerlüfter oder Klimaanlagen kann Abgase sogar ins Haus hineinziehen.
Hinzu kommt die Abwärme. Ein laufender Generator wird sehr heiß.
Vinylfassaden, trockene Blätter, Holzterrassen – all das verträgt keine dauerhafte Hitze in der Nähe.
Brandsachverständige haben genug geschmolzene Fassaden und verkohlte Dachränder gesehen, um zu wissen: mehr Abstand schadet nie.
Aber – und das ist wichtig – diese 20 Fuß gelten unter Idealbedingungen: ruhiges Wetter, freier Raum.
Keine seltsamen Luftströmungen, die Abgase zurück zum Haus drücken. In der Realität ist es oft komplizierter.
Die Platzierung ist genauso wichtig wie die Distanz
Viele konzentrieren sich auf Meter, aber die Ausrichtung erledigt heimlich die halbe Arbeit.
Die Auspuffrichtung sollte immer vom Gebäude weg zeigen, besonders von Öffnungen.
Ein Generator, der 20 Fuß entfernt steht, aber auf ein Fenster zeigt, ist ein Risiko.
Höhenlage spielt ebenfalls eine Rolle. Steht der Generator tiefer als das Haus, können schwerere Abgase nach oben steigen.
Ebener Boden, stabiler Stand und freie Luftzirkulation sind immer besser als ein Platz direkt an der Wand.
Abdecken? Gegen Regen sinnvoll, aber nie mit etwas, das die Abgase einschließt.
Improvisierte Zelte, tief hängende Planen oder enge Einhausungen drücken die Abgase seitlich statt nach oben weg.
Lärm gehört auch dazu
Generatoren sind nicht leise. Klassische Benzingeräte liegen oft bei 65 bis 85 Dezibel.
Das ist etwa Rasenmäher-Niveau. Bei längeren Stromausfällen strapaziert dieses Brummen schnell die Nerven der Nachbarn.
Mehr Abstand reduziert auch den Lärm im Haus.
Aber wenn der Generator dann näher an das Schlafzimmer des Nachbarn rückt, tauscht man nur ein Problem gegen ein anderes.
Deshalb greifen viele Camper und Wohnmobilbesitzer zu leiseren Inverter-Generatoren wie von Honda oder Yamaha.
Und dann gibt es noch batteriebasierte Powerstations – von Natur aus lautlos. Kein Motor. Keine Abgase. Kein nächtliches Dröhnen.
Alternativen zur klassischen Aufstellung
Nicht jeder hat Platz oder Lust, einen Generator weit vom Haus entfernt aufzustellen.
Hier kommen kleinere und leisere Optionen wie Solargeneratoren oder Inverter-Modelle ins Spiel.
Sie ermöglichen Strom in Hausnähe, ohne Abgase, Lärm oder Vibrationen.
Sie ersetzen keine großen Benzingeräte für schwere Lasten, erweitern aber die Möglichkeiten in kleinen Gärten oder mehrstöckigen Häusern.
Auch die Kombination aus kleinem Solargenerator und klassischem Gerät kann sinnvoll sein.
Nutze den Solarstrom für hausnahe Verbraucher wie Handys, Router oder Licht, während der große Generator sicher in der Ferne läuft.
Das ist der Hybrid-Ansatz, der viele der genannten Faktoren sinnvoll vereint.
Fazit
Also: Wie weit sollte ein Generator vom Haus entfernt sein?
Mindestens 20 Fuß. Auspuff weg vom Haus. Niemals in der Garage. Niemals unter einer überdachten Terrasse. Immer mit CO-Meldern. Das ist die Basis.
Manchmal ist die klassische Lösung – ein brummender Benzingenerator im Garten – sinnvoll. In anderen Fällen, vor allem bei kurzen Ausfällen oder empfindlicher Nutzung im Haus, bieten leisere batteriebasierte Systeme eine andere, aber ebenso beruhigende Form von Sicherheit.
